4Camping - zentraler Einkauf
Eine Bestellung bei einem Lieferanten bedeutete etwa 8 Stunden Arbeit. Forto half, die manuelle Kontrolle einiger Top-Artikel in eine regelmäßige Steuerung des gesamten Portfolios zu überführen.
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Wenn es nicht mehr reicht, nur Top-Produkte zu überwachen
4Camping arbeitet mit einem sehr breiten Outdoor-Sortiment, Saisonalität, unterschiedlicher Umschlaggeschwindigkeit und Lieferanten, bei denen sich Verfügbarkeit, Lead Time und Bestellbedingungen unterscheiden. In einem solchen Portfolio ist nicht das Ausstellen der Bestellung am schwierigsten. Am schwierigsten ist zu erkennen, welche Artikel Priorität haben.
Vor der Einführung von Forto dauerte die Vorbereitung einer Bestellung für einen Lieferanten ungefähr 8 Stunden. Bei Hunderten Lieferanten und Zehntausenden SKU war es nicht realistisch, das gesamte Portfolio regelmäßig in gleicher Tiefe zu prüfen. Produktmanager konzentrierten sich deshalb natürlich vor allem auf die meistverkauften Artikel.
Der Rest des Sortiments kam praktisch nicht in die regelmäßige Kontrolle. Nicht weil er unwichtig war, sondern weil manuelle Analyse in diesem Umfang an die Kapazität der Menschen stößt. Die Folge waren Ausfälle in Teilen des Portfolios, schwierigere Vorbestellungen bei Lieferanten und zugleich Bestände, die bei einigen periodisch bestellten Produkten unnötig hoch lagen.
Forto ergänzte den Prozess um eine Entscheidungsebene. Über Verkäufen, Bestand, Forecast, Lead Time und offenen Bestellungen begann Forto regelmäßig zu bewerten, was bestellt werden soll, warum und mit welcher Priorität. Der Einkauf musste nicht mehr mit einer leeren Excel-Datei beginnen. Er konnte mit einem vorbereiteten Vorschlag arbeiten und Zeit auf Ausnahmen, Lieferanten und geschäftliche Wirkung verwenden.
Entscheidend war nicht nur die Geschwindigkeit. Wichtig war auch die Vereinheitlichung der Logik. Jedes Produkt wurde nach derselben Methodik bewertet, sodass das Portfolio nicht mehr davon abhing, welche Artikel gerade manuell geprüft wurden.
Die erste Phase deckte etwa 10.000 SKU ab, vor allem im Teil des Portfolios mit niedrigerer manueller Priorität. Nach Bestätigung der Wirkung wurde die Zusammenarbeit schrittweise auf mehr als 50.000 SKU erweitert.
Es geht nicht um eine schnellere Tabelle. Es geht darum, dass der Einkauf begann, das ganze Portfolio mit derselben Logik zu sehen. Die Verfügbarkeit verbesserte sich nicht durch pauschales Aufstocken, sondern durch präzisere Entscheidungen darüber, wo Bestand Umsatz schützt und wo er nur Cashflow bindet.
Bei Portfolios mit Zehntausenden SKU ist ein manueller Einkaufsprozess nicht skalierbar. Eine starke Veränderung beginnt dann, wenn der Einkauf nicht nur das bearbeitet, was er manuell schafft, sondern mit regelmäßiger Priorisierung des gesamten Portfolios arbeitet.





